Viele Frauen in Deutschland blicken mit Sorge auf ihre finanzielle Situation im Alter. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Angst vor Altersarmut ist bei ihnen deutlich stärker verbreitet als bei Männern.
Fast jede zweite Frau in Deutschland schätzt ihre finanzielle Absicherung im Alter als schlecht oder sehr schlecht ein. Insgesamt 47 Prozent äußern entsprechende Sorgen, weitere zehn Prozent sind unsicher. Bei Männern ist die Skepsis deutlich geringer: 35 Prozent rechnen damit, dass ihre Mittel im Ruhestand nicht ausreichen werden.
Mit zunehmendem Alter wächst die Verunsicherung. Während bei den 18- bis 29-Jährigen noch rund 39 Prozent der Frauen finanzielle Engpässe im Alter befürchten, steigt dieser Anteil bei den 50- bis 79-Jährigen auf 50 Prozent. Auch unter Männern nehmen die Sorgen mit dem Lebensalter zu, bleiben jedoch in allen Altersgruppen unter dem Niveau der Frauen.
Besonders betroffen sind Alleinlebende, Geschiedene oder Verwitwete sowie Haushalte mit niedrigem Einkommen. In Haushalten mit weniger als 1.500 Euro Nettoeinkommen rechnen 59 Prozent mit finanziellen Problemen im Rentenalter.
Zwar geben zwei Drittel der Deutschen an, privat für das Alter vorzusorgen. Doch viele Frauen können nur geringe Beträge zurücklegen. Häufig werden monatlich weniger als 100 Euro gespart, während Männer deutlich öfter höhere Summen investieren. Als Hauptursachen nennen Frauen ein geringeres Einkommen sowie Teilzeitphasen oder Erwerbsunterbrechungen.
Die Ergebnisse zeigen: Finanzielle Spielräume und Erwerbsbiografien prägen die Altersvorsorge – und verstärken bestehende Unterschiede bis ins Rentenalter.
Über die Studie:
Für die repräsentative Online-Umfrage wurden im Januar 2026 insgesamt 1.014 Personen in Deutschland befragt.



